Wissenswertes

Wieso ist Honig mal fest und mal flüssig?

Jeder naturbelassene Honig ist zunächst flüssig und wird früher oder später fest. Der Imker nennt das Kristallisieren. Wie schnell das geht, ist abhängig von dem Verhältnis an natürlichem Frucht- und Traubenzucker, den der von den Bienen gesammelte Nektar enthält. Und das ist wiederum abhängig von der Blütenart. Je mehr Traubenzucker (Glukose) ein Honig enthält, desto schneller wird er fest. Rapshonig mit einem hohen Traubenzucker-Anteil kristallisiert bereits wenige Tage nach der Ernte aus. Ist der Anteil an Fruchtzucker (Fructose) höher, bleibt der Honig lange flüssig – wie zum Beispiel Akazienhonig, der oft erst nach Jahren kristallisiert.

Tipp: Wenn der flüssige Honig auskristallisiert ist, kann man ihn vorsichtig im warmen Wasserbad wieder verflüssigen. Die Temperatur sollte jedoch unter Bienenstocktemperatur von 40 °C bleiben, damit alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Wussten Sie, dass Honig im Gegensatz zu Zucker viele Nährstoffe enthält?

Honig enthält rund 180 natürliche Stoffe. Neben verschiedenen Zuckern, wie Frucht- und Traubenzucker enthält Honig u. a. Wasser, Enzyme, verschiedene Vitamine und Mineralien sowie Pollen und Spurenelemente. Damit unterscheidet er sich grundlegend von Kristallzucker, der nur aus Kohlenhydraten besteht. Zudem hat Honig eine höhere Süßkraft und weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker. 100g Honig liefern ca. 300kcal, dieselbe Menge Haushaltszucker ca. 400kcal.

Wie erkenne ich guten Honig?

Kaufen Sie Ihren Honig möglichst nah am Bienenvolk! Je kürzer der Weg von der Biene zu Ihnen, desto besser ist der Honig. Zum einen, weil die Verarbeitungs- und Lieferwege kurz sind, zum anderen, weil die Bienen Nektar, Tau und Pollen aus Ihrer unmittelbaren Umgebung gesammelt haben. Zudem sichern Sie mit dem Kauf von Honig aus der Nachbarschaft die Bestäubung Ihrer eigenen Obstbäume und Pflanzen.

Bienen – Unverzichtbar für Mensch und Natur

Ohne unsere Bienen und ihren Bestäubungseifer wäre unser Nahrungsangebot um ein Vielfaches ärmer und die Landschaft grauer. Dennn die Biene ist nach Schweinen und Rindern unser drittwichtigstes Nutztier. Sie bestäubt rund 80% unsere Obst- und Gemüsepflanzen.Wenn Sie also Honig aus heimischer Region essen, unterstützen Sie nicht nur den Imker, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz. Denn: Honig lässt sich importieren – die Bestäubung unserer Pflanzen nicht!